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Action Painting Waisenhaus Anidan, Lamu, 2012   Nalovi-Willert
Das Anidian Waisenhaus wurde von Rafael Selas, einem Spanier, gegründet. Heute haben in diesem Zufluchtsort an Lamus Nordküste 200 Kinder einen Platz gefunden, wo sie ausgebildet werden und man sich um sie kümmert; die Hälfte von ihnen lebt auch dort. Viele der Kinder wurden misshandelt oder missbraucht, bevor sie in dem Waisenhaus aufgenommen wurden. Dieser Aspekt der Biographien der Kinder war besonders für Lili wichtig, da sie sich bereits vorher als Künstlerin mit sexueller Gewalt beschäftigt hatte. „Ich habe versucht mit meiner künstlerischen Arbeit auf diese schrecklichen Übergriffe aufmerksam zumachen, und das war zum Teil sehr schmerzhaft für mich“, sagt Lili. „In Anidian war es einfach großartig, zu erleben, dass Kinder, die soviel durchgemacht hatten, so viel Freude beim Malen entwickeln konnten.“ „Malen ist eine Art Brücke“, sagt Jesko, „für die Kinder, für die Lehrer, für uns – und manchmal sogar weit darüber hinaus. Wir alle gehen über sie hinüber und treffen uns, als Teil des Prozesses, wieder ganz woanders. Ich denke, es ist für die Kinder wichtig, dass sie verstehen, das Lernen auch so kreativ sein kann! Freude! Freiheit! Nicht nur rein technisch, nicht nur theoretisch auf Sprache basierend.“ Den Kindern diese Einsicht zu vermitteln, sei die kostbarste Sache bei dem Projekt gewesen. „Es ist nur ein kurzer Moment“, gibt Jesko zu, „aber es ist ein Moment, der ein ganzes Leben verändern kann.“ (Priya Basil)
Liste der Exponate
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